Start der belgischen Ratspräsidentschaft!

Belgien hat den Vorsitz des Rates der Europäischen Union übernommen!
Seit dem 1. Januar 2024 hat Belgien den Vorsitz des Rates übernommen und sitzt nun an der Spitze der Ministerrat-Treffen.

Was passiert während der belgischen Ratspräsidentschaft?

Am 1. Januar 2024 hat Belgien die Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union übernommen. Belgien hält die Präsidentschaft bis Ende Juni 2024 inne.

Der Rat der Europäischen Union, oder auch „Ministerrat“ genannt, ist das Gremium, in dem alle Minister eines Landes tagen. Wenn also beispielsweise das Thema Beschäftigung auf der Agenda steht, dann treffen sich alle Minister der Beschäftigung. Für Belgien wäre das Pierre-Yves Dermagne.

Für den Jugenddialog bedeutet das, dass die nächste Jugendkonferenz in Belgien stattfinden wird und von Belgien organisiert wird. Deswegen treffen sich regelmäßig die dafür zuständigen Kollegen aus Flandern, der französischen Gemeinschaft und der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Für den RDJ heißt es also im Moment: viel planen und zusammenarbeiten!

Im März findet dann die Jugendkonferenz in Gent statt, bei der die Ergebnisse aus den Nationalen Konsultationen analysiert werden mit dem Ziel, sogenannte „Council Conclusions“ auszuarbeiten. Council Conclusions sind Schlussfolgerungen des Rates und sie zielen darauf ab, den sozialen Zusammenhalt in Europa zu stärken, wobei der Schwerpunkt auf gesunden und lebenswerten Vierteln für junge Menschen liegt.

Im Gegensatz zu Rechtsvorschriften sind die Schlussfolgerungen des Rates nicht rechtsverbindlich, sondern bringen den Standpunkt der Mitgliedstaaten zu einem bestimmten Thema zum Ausdruck. In den Schlussfolgerungen des Rates wird daher nach einer Debatte zwischen den Mitgliedstaaten ein politischer Standpunkt zu einem Thema, in diesem Fall das Thema „Inklusive Gesellschaften“ festgelegt.

Was ist die Rolle des RDJ in dem Ganzen?

Planung von Aktivitäten in der AG Europa:

Der Jugenddialog wird von der Europäischen Union finanziert, und so bekommt auch der Jugenddialog Geld von der EU, um verschiedene Projekte durchzuführen und zu planen. Damit der RDJ dieses Geld bekommt, muss die Koordinatorin ein Arbeitsprogramm schreiben. Dieses Arbeitsprogramm sieht vor, dass in der DG noch verschiedene Aktivitäten stattfinden können:

  • Eine Aktion für Jugendliche
  • Ein Austausch mit Entscheidungsträgern
  • Eine finale Veröffentlichung

Die Aktion für Jugendliche kann beispielsweise ein Workshop oder ein Themenabend zum Thema Inklusion sein. Ein Austausch mit Entscheidungsträgern kann beispielsweise ein niederschwelliger politischer Frühschoppen sein. Bei der Ausarbeitung der Aktivitäten ist die AG Europa gefragt! Die AG Europa besteht aus ehrenamtlichen Mitgliedern, die zusammen mit dem RDJ verschiedene Projekte in Bezug auf den Jugenddialog planen und umsetzen. Dabei steht die Koordinatorin lediglich als administrative Hilfe zur Verfügung. Die Planung, Ideensammlung und Ausarbeitung liegt maßgeblich in den Händen der Ehrenamtlichen. Du kannst also selber entscheiden, wie so eine Aktivität für Jugendliche aussehen soll.

Hast du Interesse? Dann melde dich bei Lara (Whatsapp: 0499875152 – Email: lara.bongartz@jugendbuero.be)!

Außerdem...

… hat die NWG* Umfragen und Dialogaktivitäten zum Jugendziel #3 Inklusive Gesellschaften durchgeführt. Dabei wollten wir beispielsweise erfahren, welche Faktoren den Weg zu einer inklusive Gesellschaft erschweren oder wie man Inklusion in Ostbelgien besser gestalten kann.

Wir boten mehrere Dialogaktivitäten im Rahmen des Europäischen Jugenddialogs an:

Die NWG war in Zusammenarbeit mit der AG Europa des RDJ bei verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen in Ostbelgien vertreten und sammelte die Meinungen zum Thema Inklusion im formalen (bspw. Schule) und non-formalen (bspw. Musik- oder Sportverein) Bereich ein. Die Leitfragen lauten:

  1. Welche Faktoren erschweren deiner Meinung nach den Weg zu einer inklusiven Gesellschaft in der Schule, Arbeit oder Uni?
  2. Welche Faktoren erschweren deiner Meinung nach den Weg zu einer inklusiven Gesellschaft in deiner Jugendorganisation, deinem Musik- oder Sportverein?
  3. Welche Veränderung wünschst du dir, damit sich alle Menschen in der Schule, Arbeit oder Uni einbezogen fühlen?
  4. Welche Veränderung wünschst du dir, damit sich alle Menschen in deiner Jugendgruppe, Musik- oder Sportverein einbezogen fühlen?

Auf Postkarten konnten Teilnehmer dann ihre Meinung frei und anonym äußern.

Die zweite Jugenddialogaktivität bezog sich vor allem auf Jugendarbeiter und ehrenamtliche Leiter. Hier hat die NWG versucht herauszufinden, was ein Jugendarbeiter oder ein Leiter macht, damit sich alle Menschen einbezogen fühlen. Es ging also darum, zu erfahren, was Jugendarbeiter oder Leiter tun können, damit niemand sich ausgeschlossen fühlt. Diese Dialogaktivitäten fanden in einem geschlossenen Rahmen bei der Leiterausbildung des RDJ sowie in Zusammenarbeit mit den Jugendarbeitern und Streetworkern statt.

Eine dritte Dialogaktivität war die Einladung zum Rundtischgespräch. Hierbei wollte die NWG erfahren, welche Hürden es noch in Bezug auf Inklusion in Ostbelgien gibt, aber dieses Mal wollten wir den professionellen Akteuren aus dem Inklusionsbereich das Wort geben. Es ging darum, den Austausch zu fördern und den Blickwinkel zu öffnen.

Die letzte Dialogaktivität war eine Onlineumfrage, die über einen Link aufrufbar war und auf den verschiedenen Social Media Kanälen veröffentlicht wurde.

*NWG = National Working Group bestehend aus Vertreterinnen aus dem Fachbereich Kultur und Jugend des Ministeriums, der National Agentur Erasmus+ Jugendbüro und des RDJ.

Und was sind die Prioritäten Belgiens während der Ratspräsidentschaft?

Belgien hat natürlich für die Ratspräsidentschaft ein Programm mit verschiedenen Prioritäten ausgearbeitet. Die Prioritäten lauten:

  1. Verteidigung von Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Einheit
  2. Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
  3. Verstärkung unserer Sozial- und Gesundheitsagenda
  4. Es wird ein grüner und gerechter Übergang angestrebt
  5. Schutz von Menschen und Grenzen
  6. Förderung eines globalen Europas

Alle Infos rund um die belgische Ratspräsidentschaft findet ihr auf www.belgium24.eu!

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