Zukunft

Seit 40 Jahren bietet der RdJ die Möglichkeit Projekte zu gestalten, Meinungen zu sammeln, Ideen auszutauschen und Menschen zusammenzuführen. Doch ist dieses Modell noch zeitgemäß?

Vertritt der Jugendrat mit seinem aktuellen Kurs die junge Gesellschaft und lädt er zum Mitmachen ein? Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, hat er ein Meinungsbarometer entwickelt und nahezu alle Einrichtungen aus dem Jugendsektor besucht. Daran haben 106 Personen aus 16 Einrichtungen teilgenommen. Die Ergebnisse aus den Workshops wurden zusammengefasst und ausgewertet. Daraus entstanden Stärken, Schwächen und Handlungsempfehlungen. Das große Fazit: Jeder will den RdJ, aber keiner macht es.

Die AG Zukunt war sich einig, dass sich intern etwas ändern muss: der RdJ soll zugänglich, leicht und attraktiv werden. Mit der Hilfe eines professionellen Coachs ging es an die Umstrukturierung. Zu Beginn der Workshops wurde erst nochmal klar definiert, warum es einen Jugendrat in Ostbelgien braucht. Das Alleinstellungsmerkmal des RdJ ist, dass der Jugendrat die Verbindung zwischen Jugend und Regierung darstellt. Durch das Engagement im Jugendrat kann der Jugendliche die Politik beeinflussen und Projekte auf „höherer“ Ebene organisieren. Danach wurden verschiedene Themenblöcke analysiert und Lösungsansätze gesucht. Wir haben drei Probleme angepackt: Vielfalt an Aufgaben, Mangel an Engangement (zu große Fluktuation der Mitgleider) und Image und Sichtbarkeit. Dadurch haben wir den Aufgabenbereich des RdJ analysiert und aussortiert, haben über Zielpublikumsorientierung gesprochen und arbeiten aktuell ein Öffentlichkeitskonzept aus.

In diesem Bereich wurde auch die Frage aufgeworfen, ob ein Mandat von 3 Jahren noch zeitgemäß ist. Diese Frage wurde im November 2018 auch der Generalversammlung gestellt und das Mandat auf 2 Jahre gekürzt. Jugendliche haben so die Möglichkeit, sich für einen geringeren Zeitraum zu engagieren und gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass man doch noch ein Mandat dabei bleibt.

Der Prozess ist noch nicht beendet, doch sind wir schon ein gutes Stück voran gekommen. Dabei haben wir wichtige Aufgaben behalten und für uns klar unser Ziel definiert: der ostbelgischen Jugend eine Stimme geben!

Daneben hat sich auch bereits das Außenbild geändert: Durch ein neues Logo und einer neuen Webseite wirkt der RdJ frisch und dynamisch!