Achtsamkeit (Emotionale Bildung)

Wenn junge Menschen keinen gesunden Umgang mit ihren Emotionen erlernen, sind sie anfällig für Depressionen, Aggressivität oder Konzentrationsschwierigkeiten. Dies wiederum hat Einfluss auf das Zusammenleben in der Gesellschaft, die oft die Konsequenzen tragen muss. Aus diesem Grund organisierte der RdJ in Zusammenarbeit mit dem Familien- und Generationenrat der DG den „Präventionskongress zur Förderung der Selbstachtung und emotionalen Stärkung von Jugendlichen.“ Im Vordergrund stand die Überlegung, wie man jungen Menschen in Ostbelgien Instrumente und Methoden an die Hand geben kann.

Im ersten Teil des Kongresses legte eine Psychologin die aktuelle Problemlage sowie die Pläne der DG im Bereich Prävention dar. Anschließend berichten Akteure aus dem Sozial-, dem Jugend- und dem Unterrichtsbereich im Rahmen einer Podiumsdiskussion über ihre Erfahrungen mit Bezug auf emotionalen Druck bei Jugendlichen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden zunächst verschiedene, bereits bestehende Präventionsprojekte in der DG vorgestellt, die von der Polizei, Grundschulen und Organisationen durchgeführt werden. Anschließend referierte der renommierte Professor Filip Raes von der Katholischen Universität Leuven über seine Studie zur Wirksamkeit von Achtsamkeit als Präventionsmaßnahme für Jugendliche. Ein Vertreter der Organisation „Aandacht en Mindfulness“ lieferte konkrete Informationen zur Durchführung des Achtsamkeitstrainings bei Jugendlichen an Schulen. Auch der Austausch mit dem Publikum war ein fester Bestandteil des Programms. Zudem gab es einen Markt der Möglichkeiten. Interessierte Personen und Einrichtungen, die bereits in diesem Feld aktiv sind, konnten in diesem Rahmen ihre Projekte vorstellen.

Die Tagung wurde vom Europäischen Förderprogramm „Jugend in Aktion“ bezuschusst und fand am 14. September 2013 in Eupen statt.