Geschützt: Entwicklung im Kindes- und Jugendalter

Kinder und Jugendliche kommen in die Jugendorganisationen, weil sie sich dort mit Freunden treffen, weil sie Spaß am Spielen haben und weil sie das Gefühl haben, gut aufgehoben zu sein. In dieser Aussage finden wir verschiedene Aspekte vor, die als selbstverständlich betrachtet und die häufig nicht in Frage gestellt werden, wie zum Beispiel „die Kinder, die zu uns kommen, haben es gut“ oder „die Kinder, die nicht mehr kommen, hatten es wohl nicht gut.“

Um die Kinder und Jugendlichen in den verschiedenen Altersgruppen optimal zu fördern, solltest du als Jugendleiter dich mit den beiden folgenden Fragen näher auseinandersetzen: 

  • Woran liegt es, dass die Kinder und Jugendlichen kommen/nicht kommen bzw. dass sie es gut haben/nicht gut haben?
  • Was brauchen die verschiedenen Altersgruppen, um es gut zu haben und gerne in eine Gruppe/Einheit zu kommen?

Somit lautet das Ziel des Moduls „Entwicklung im Kindes- und Jugendalter“, herauszufinden was die Kinder und Jugendlichen in den verschiedenen Altersklassen im Bereich Psyche, Motorik und Sozialverhalten mitbringen und wie du als zukünftiger Jugendleiter die Kinder und Jugendlichen optimal fordern und fördern kannst. Die verschiedenen Eigenschaften in den drei Bereichen, findest du in den folgenden Tabellen vor:

Die psychische Entwicklung von den Kleinen zu den Großen

 

Die motorische Entwicklung von den Jüngsten zu den Älteren

 

Die soziale Entwicklung im Kindes- und Jugendalter

Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen & die Rolle des Leiters

Darauf aufbauend ist es für dich als Jugendleiter wichtig, dass ein Kind oder ein Jugendlicher genau dann Spaß hat, wenn seine Bedürfnisse in zwei Bereichen erfüllt werden:

  1. Die Kinder und Jugendlichen brauchen Herausforderungen!

Sie lernen beim Spielen und am meisten Spaß macht Spielen, wenn es sie auf dem genau richtigen Level beansprucht. Das bedeutet: Spiele sollten die Kinder und Jugendlichen weder über- noch unterfordern. In der goldenen Mitte liegt das perfekte Anspruchslevel.

2. Es braucht ein stabiles soziales Umfeld

Damit ein Kind oder ein Jugendlicher gut aufgehoben ist, brauchen sie einen klaren Rahmen. Dieser besteht aus Regeln, Vereinbarungen und wird von dir als Leiter zusammen mit deinen Kindern oder Jugendlichen ausgearbeitet und aufrechterhalten. Es ist wichtig zu wissen, was für ein Rahmen für eine Altersgruppe angemessen ist und wie Interventionen von deiner Seite aus aussehen sollten, um die Kinder auch sozial bestmöglich zu fördern.